Druckerei Homburg Blog

Druck-Ratgeber: Profi-Tipps für Selbstdrucker

 

Was ist bei Erstellung der Druckvorlage zu beachten?

Kennen Sie das auch: Sie geben sich größte Mühe eine schöne Hochzeitskarte oder einen Flyer zu gestalten, am Bildschirm sieht alles toll aus, aber im fertigen Druck ist das Ergebnis einfach nur schlecht?

Die Farben stimmen nicht mehr, die Bilder sind unscharf und verpixelt oder ein Teil von Ihrem Motiv ist abgeschnitten?

Das Problem ist in den seltensten Fällen bei der Druckerei oder dem Drucker zu finden, sondern in der Druckvorlage, also dem sogenannten Print-PDF oder sonstigem Format, das die Druckerei benötigt.

Dieser Zwischenschritt vom Bildschirm auf das gedruckte Papier ist enorm wichtig und birgt viele Fallen, die zu einem mangelhaften Druckergebnis führen können.

Hier wollen wir die wichtigsten Stolpersteine für Selbstdrucker mit einigen Tipps vom Drucker-Profi aus dem Weg räumen – leicht verständlich, und ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

 

Auflösung der Bilder: Warum werden meine Fotos unscharf gedruckt?

Wie kann es sein, dass Bilder auf dem Monitor klar und scharf dargestellt werden, beim späteren Druckbild dann aber unscharf wirken oder auf Fotos gar unschöne Klötzchen zu sehen sind?

Dieses Phänomen hat fast immer mit der Auflösung der Bilder zu tun.

Auf dem Computermonitor reicht für Bilder eine Auflösung von 72 dpi für eine astreine Darstellung, bei großen Plakaten beispielsweise 150 dpi, für den Druck von Flyern oder Einladungskarten sind allerdings beide Auflösungen zu gering.

 

Unsere Tipps für Selbstdrucker:

Verwenden Sie für den Druck am besten Bilder mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi. Beachten Sie dabei, dass Bilder deutlich kleiner werden können, wenn Sie die dpi-Zahl nachträglich erhöhen.

 

Farbprofil des Print-PDFs: Warum stimmen die Farben beim Druck nicht mehr?

Ähnlich wie bei der Auflösung von Bildern, gibt es bei den Farben einen riesigen Unterschied zwischen Computer und Druck:

Der Monitor stellt Farben in RGB (Rot-Grün-Blau) dar, während Papier einen anderen Farbraum benötigt, nämlich CMYK (Cyan-Magenta-Yellow-Key – das entspricht den drei Farben Cyan, Magenta und Gelb sowie dem Schwarzanteil, der traditionell als „Key“ bezeichnet wird). Farbräume sind eine komplizierte Angelegenheit.

Was Sie in vereinfachter Form wissen müssen, ist, dass Computermonitore sehr viel mehr Farben (Lichtfarben, die selbst leuchten) darstellen können als ein Drucker auf Papier, der mit deutlich weniger Farben auskommen muss.

Zur Veranschaulichung: Wird auf dem Monitor keine Farbe dargestellt, bleibt er schwarz, wogegen das Papier ohne Farbe weiß bleibt.

 

Unsere Tipps für Selbstdrucker:

Nutzen Sie für mehr Farbtreue im Druckergebnis ausschließlich den CMYK-Farbraum für den Druck auf Papier und wählen Sie beim Export des Print-PDFs für Flyer, Karten, usw. immer das Farbprofil, das die Druckerei vorgibt – wenden Sie sich in dieser Frage an den Ansprechpartner Ihrer Druckerei.

 

Schriften einbetten: Warum hat der gedruckte Text eine andere Schriftart?

Für den Druck sollten Schriften immer eingebettet oder in Pfade umgewandelt werden.

Dafür gibt es zwei Gründe:

Zum einen stellen Sie auf diese Weise sicher, dass Ihre gewählte Schriftart genau so im Druckergebnis erscheint, selbst dann, wenn die Druckerei den entsprechenden Font nicht besitzt. Zum anderen können vektorisierte, also zu Pfaden gewandelte Texte ohne Qualitätsverlust vergrößert werden.

Dies ist beispielsweise bei Logos wichtig, wenn diese auf Poster oder Plakate gedruckt werden.

 

Unsere Tipps für Selbstdrucker:

Achten Sie bei Text darauf, dass dieser in das Print-PDF eingebettet oder in Pfade umgewandelt ist.

 

Beschnittzugaben: Warum hat mein Druckprodukt weiße Blitzer?

Printprodukte wie Flyer oder Einladungskarten werden auf größeren Bogen gedruckt und später auf das gewünschte Endformat zurechtgeschnitten (z.B. auf Din A5 oder Din A4).

Wenn in der Druckvorlage keine Beschnittzugabe angelegt ist, können im Ergebnis sogenannte weiße Blitzer entstehen, das sind unbedruckte Stellen an den Seitenrändern.

Um das zu verhindern, überschreiten Sie bei der Gestaltung alle Seiten um ein paar Millimeter – wie viele genau, hängt vom jeweiligen Printprodukt und den Vorgaben der Druckerei ab.

Doch Vorsicht: Damit Ihnen beim Zuschnitt des Druckerzeugnisses keine Inhalte abgeschnitten werden, ist zudem ein Sicherheitsabstand zu den Seiten einzuhalten.

Das klingt komplizierter, als es ist, hier ein einfaches Beispiel:

Wollen Sie groß das Wort „Einladung“ auf eine Karte mit gelbem Hintergrund drucken, dann muss das Gelb die Seitenränder überschreiten, während Sie mit dem Text den Sicherheitsabstand einhalten müssen.

Unsere Tipps für Selbstdrucker:

Halten Sie sich für optimale Druckergebnisse an die Vorgaben für den Beschnitt und den Sicherheitsabstand der Druckerei.

 

Und jetzt brauche ich eine einfache Anleitung für das perfekte Print-PDF!

Sie ahnen es wahrscheinlich schon, aber die eine, einfache Anleitung für Selbstdrucker gibt es nicht. Mit unseren Tipps vermeiden Sie die verbreitetsten Fehler bei der Druckvorlagenerstellung, die bei vielen Selbstdruckern häufig für die größte Enttäuschung beim Druckergebnis sorgen.

 

An dieser Stelle unser letzter Tipp für Selbstdrucker:

Lassen Sie Ihre Druckvorlage zumindest von unserem Experten überprüfen – das kostet nicht viel und stellt zumindest sicher, dass Sie einen ansehnlichen Druck erhalten.

 

Zusammengefasste Tipps für Selbstdrucker:

 

  • Bilder mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi benutzen
  • CMYK als Farbraum wählen
  • Schriften in die Druckvorlage einbetten oder in Pfade umwandeln
  • Gwünschtes Farbprofil bei der Druckerei erfragen und benutzen
  • Beschnittzugabe und Sicherheitsabstand in der Druckvorlage einhalten
  • Druckdaten zum geringen Aufpreis von den Experten der Druckerei überprüfen lassen

 

 

Ein echter Homburger – sicher ist sicher:

Ein Probedruck Ihrer Druckvorlage entlarvt versteckte Fehler und erspart jede böse Überraschung. Fragen Sie uns einfach, besonders für hohe Auflagen oder bei hochwertigen Druckveredelungen lohnt sich der Aufpreis für einen Probedruck allemal.

 

Das ist Ihnen alles ein bisschen zu viel?

 

Dann rufen Sie uns am besten gleich an, denn unsere professionellen Gestalter setzen sehr gerne Ihre Ideen um und gewährleisten ein überzeugendes Druckergebnis – zuverlässig und bezahlbar.

 

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

 

 

 

 

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